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5. September 2013 4 05 /09 /September /2013 22:35

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Das Verschwinden der damals neunjährigen Peggy Knobloch bewegte viele Menschen. Und schnell wurde ein Verdächtiger ausgemacht, so lange verhört, bis er ein Geständnis ablegte, er widerruf dann später sein Geständnis. Macht nichts, er wurde verdächtigt und wurde verteilt - wegen eines Mordes, den er nicht begangen hatte. Er ist ja geistig behindert, da muss nicht weiter groß ermittelt werden.

So als ob es keine anderen Verdächtigen gäbe?! Da gab es einen Freund der Familie - nennen wir ihn Holger E. Jetzt wurde er verurteilt - zu sechs Jahren Gefängnis, weil er in diesem Jahr seine dreijährige Tochter sexuell missbraucht hatte. Er ist für die Ermittlungsbehörden kein Unbekannter. Bereits zwei Jahre nach dem Verschwinden von Peggy wurde er verdächtigt: Er gab der Polizei ein falsches Alibi an. Ermittelte die Polizei weiter? Nö, sie hatte ja den geistig behinderten "Täter".

Auch als sie bei Holger E. Fotos von Peggy fanden, wurde niemand von der Ermittlern stutzig. Und wenn heute Journalisten die Staatsanwälte in Bayreuth fragen, dann haben die eine Aussrede: Sie seien erst seit 2012 für den Fall Peggy zuständig. Und wer war vorher zuständig? Staatsanwälte in Hof. Wer diese zu Peggy fragt, erfährt nichts. Die Hofer Staatsanwälte winken auch ab, sie seinen nicht mehr zuständig!

Geht es noch? Da geht es um einen unschuldig wegen Mord verurteilten Menschen, der zudem geistig behindert ist, sich also nicht wehren kann! Gerade solche Menschen sind auf die Hilfe ihre Umwelt angewiesen! Gerade bei solchen Menschen müssen die Staatsanwälte nach allen Seiten ermitteln. Aber nein, da gab es wohl eine Vorverurteilung: Das war der Blöde! Und andere Ermittlungen wurden unterlassen!

Mir scheint es, dass gerade die bayerische Justiz sehr von Vorurteilen befallen ist. Denken wir an Gustl Mollath: Da galt der Angeklagte Mollath von Anfang an als "Spinner", der eine Räuberpistole erzählt wegen Schwarzgeld und so. Ein Richter Brixner empört sich sogar vor dem Untersuchungsausschuss: "Ich lese doch keine hundert Seiten!", als er gefragt wurde, wieso er die Schriftsätze des Gustl Mollath nicht gelesen habe, in denen sich Mollath verteidigte.

Wie wir heute wissen, hatte Mollath keine Chance. Er wurde über sieben Jahre in die Forensik gesteckt! Und hätte er keine Freunde gehabt, die für ihn kämpften, säße er noch immer in der Forensik - als Unschuldiger!

Und so ging und geht es den armen Ulvi: Zwölf Jahre seines Lebens sitzt er in der Psychiatrie in Bayreuth! Gäbe es keine Bürgerinitiative, Journalisten und Verteidiger, die seine Verurteilung anzweifeln, säße er in Bayreuth wohl bis zum Sankt Nimmerleinstag!

Wieviele solche Fälle von unschuldig Verurteilten gibt es noch? Wieviele gibt es, die unschuldig verurteilt wurden, aber kein Mensch kümmert sich um sie? Wie sieht es mit dem bayerischen Gerichtswesen aus? Was läuft hier falsch?

Können unbescholtene Bürgerinnen und Bürger noch Vertrauen zu einer solchen Justiz haben? Nein, einer solcher Justiz kann niemand mehr vertrauen! Immer mehr Bürgerinnen und Bürger haben regelrecht Angst vor einer solchen Justiz!

Und nur ganz wenige Politiker stellen Fragen: Woran liegt das? Was läuft da falsch?

Die Mehrzahl der verantwortlichen Politiker interessiert sich nicht dafür! Sie interessieren sich nur für die Höhe ihrer Diäten, für die Möglichkeit von Beraterverträgen, für Lobbyarbeit etc. Im Gegenteil, an einer gerecht arbeitenden Justiz sind sie nicht interessiert ...

Neue Ermittlungen im Fall Peggy Knobloch
Veröffentlicht am 03.09.2013 von TVBayernTV

Hinzu kommt noch der über 56 Jahre gewachsene Filz einer CSU-Herrschaft! Wollen wir sie weiter dulden? Am 15. September haben können wir diese Alleinherrschaft beenden!

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Kommentare

Karin 09/07/2013 10:04


Zu Schlötterer und seinen Büchern fällt mir auf, dass von der CSU-Prominenz nichts gesagt wird, kein einziges Wort! Schlötterer wirft der CSU schlimme Dinge vor. Die CSU-ler schweigen! Auch der
Dobrindt sagt nichts. Wieso sind sie so kleinlaut geworden? Stimmt das alles?

Kiat Gorina 09/07/2013 10:28



Davon kannst du ausgehen, dass alles in Schlötterers Büchern stimmt! Ich denke, da wurden bereits viele Leute abgeordnet, seine Bücher zu durchforsten, ob da nicht irgendwo etwas Falsches
drinsteht. Es gehen ja Gerüchte um, dass Seehofer selbst angeordnet hat, dass die CSU über Schlötterer schweigt. Den gibt es nicht, den haben wir nie gesehen! Der hat ein Buch geschrieben? Habe
nie davon gehört? Schlötterer soll totgeschwiegen werden.



Katharina vom Tanneneck 09/06/2013 00:07


Wahrscheinlich fördern solche Politiker noch so ein System! Denn sie brauchen Aufklärungunsquoten, damit sie gut da stehen. 


In letzter Zeit schaue ich mir Politiker und besonders bayrische Politiker ganz genau an, wenn sie in den Medien erscheinen. Ich bin keine Schamnin aber ich sehe da sehr viel Falschheit in den
Augen und Gesichtern von diesen Menschen. Es geht nur um Macht und Profit, mehr ist das nicht.


Unschuldige Menschen einsperren, das geht gar nicht!

Kiat Gorina 09/06/2013 00:35



Das hat ja auch Schlötterer in seinem zweiten Buch in seinem Nachwort festgestellt: Diese angeblichen Justizpannen waren keine Pannen, auch keine Schludrigkeiten - sondern sie waren absolut
gewollt - ausgeübt von einem mafiösem System!


Und für dieses System bedeutet es eine Panne, wenn diese organisierte Kriminalität aufgedeckt wird! Ich stimme dir voll zu: An ihren Augen werdet ihr sie erkennen, nicht an ihrem Mund! Sie reden
feine und schmeichelnde Worte, aber ihre Augen stecken voller Falschheit und Bosheit!



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