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2. Januar 2012 1 02 /01 /Januar /2012 09:58

Das wochenblatt veröffentlichte - wie es sich gehört - einen Rückblick auf die Region Regen. Regen? Erinnern wir uns, da gab es ja einen spannenden Wahlkampf um die Nachfolge des Landrats. Der bisherige Landrat hatte im August den Freitod gewählt.

Als einzige Frau kandidierte Josefa Schmid, Bürgermeisterin von Kollnburg, die in ihrer Gemeinde schon viel bewegt hatte. Über Josefa Schmid hatten auch überregionale Zeitungen berichtet. Es ist halt für die Region Regen offenbar etwas Besonderes, wenn kein Mann, sondern eine Frau kandidiert. Josefa Schmid wurde von ihrer Partei - der CSU - auch nicht unterstützt - im Gegenteil.

Und trotzdem schaffte sie es als Einzelkämpferin, fast zehn Prozent der Stimmen zu erhalten. Ich finde, das war beachtlich. Über diese Stichwahl schreibt das wochenblat: "Nach dem Tod Heinz Wölfls begann sehr schnell der Wahlkampf um seine Nachfolge. Als erster Kandidat stand Michael Adam für die SPD fest. Mit einer Anzeigen-Kampagne im Wochenblatt setzte er in den folgenden Wochen bis zur Stichwahl am 27. November auf politische Inhalte, Konzepte, Zukunftsideen. Ein Wahlkampf, der ankam, wie es scheint. Denn Adam wurde – von vielen so erwartet, für viele aber auch überraschend – zum neuen Landrat gewählt. Er ist der jüngste Landrat Deutschlands. Schon in den ersten Tagen im neuen Amt schaffte er es, erste Zeichen zu setzen. Eine der wichtigsten Aufgaben zunächst: Die lückenlose Aufklärung in der Affäre Wölfl."

Und ferner: "Die Kontrahenten für Michael Adam waren stark: Helmut Plenk für die CSU, Heinrich Schmidt für die Freien Wähler und die Bürgermeister Josefa Schmid (Kollnburg) und Franz Xaver Eckl (Prackenbach) traten zur Wahl an. Bis zum ersten Wahlgang am 13. November war es ein fairer Wahlkampf, in dem es um Inhalte ging. Danach wurde der Ton rauer: CSU und Junge Union setzten auf einen Anti-Adam-Wahlkampf, in dem es vor allem darum zu gehen schien, den Kontrahenten zu diskreditieren. So malten die Konservativen Schreckensgemälde an die Wand, sollte Adam gewählt werden: Dann drohe das Abhängen der Kruzifixe in den Schulklassen, der Bau von Moscheen und Synagogen, die Legalisierung von Drogen und vieles mehr. Das Motto: „Was Adam wirklich will!“ Die Folge: Michael Adam wurde klar zum neuen Landrat gewählt."

Ja, da hat die CSU wieder ihre ollsten Kamellen aus dem verstaubten Speicher geholt und ist gescheitert. Aber die Männer der CSU sind uneinsichtig, sie haben den Schuldigen - in diesem Fall eine Schuldige - ausgemacht. Die Kollnburger Bürgermeisterin Josefa Schmid! Hätte sie nicht kandidiert, dann hätte der CSU-Kandidat gewonnen. Jetzt aber ist der Landkreis Regen rot! Und nicht mehr schwarz! Der Untergang des bayerischen Abendlandes steht bevor.

Und schlimmer noch: Der neue Landrat will den offensichtlichen Skandal um seinen Vorgänger aufklären. Was ist, wenn da die Wahrheit ans Licht kommt! Und das alles wegen einer Frau! Es wird schon seinen Grund haben, dass in der CSU Frauen einen Seltenheitswert besitzen.

Es wird noch spannend werden, vor allem, ob diese CSU ihre Drohung wahrmacht, Josefa Schmid aus der CSU zu werfen! Dumm genug scheinen diese Männer zu sein. Nur, die Zeiten, mit dem Dreschflegel Politik zu machen, dürften wohl endgültig vorbei sein.

Landratswahl Regen 2011 Josefa Schmid (Aufbruch Regen)


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  • : Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
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