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29. Juli 2013 1 29 /07 /Juli /2013 09:32

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Da schrieb der Stern:

Entlassung von Siemens-Chef Löscher

"Zehn Milliarden Euro vergeigt"

In welcher Zeit? Am 20. Mai 2007 war Peter Löscher zum Vorstandsvorsitzenden von Siemens ernannt worden. Und am 1. Juli 2007 trat er sein Amt an. Vorher war er Manager in der Pharmaindustrie. Und Siemens brauchte damals einen Fachmann, der Siemens von einer schlimmen Erkrankung heilen konnte - der Korruptitis! Ja, der Siemenskonzern war zur damaligen Zeit von Bestechungen geplagt - ganz übel.

Also kurierte Peter Löscher den Konzern von dieser schier unglaublichen Krankheit - bald tauchten keine neuen Bestechungsfälle mehr auf. Allerdings hatte Löscher als Siemenschef kein glückliches Händchen. Und als Löscher jüngst die Versprechen von Gewinnen zurücknehmen musste, traf ihn der Unmut der Aktionäre! Mit voller Wucht! Sie forderten seinen Rücktritt:

Quelle: stern.de "Zehn Milliarden Euro vergeigt": "In den letzten 18 Monaten ist die Entwicklung einfach nur noch enttäuschend", hatte Fondsmanager Henning Gebhardt von der DWS auf der Hauptversammlung geklagt. Privataktionär Hans-Martin Buhlmann rechnete für Löschers Amtszeit vor: "Zehn Milliarden Euro Aktionärsgeld wurden vergeigt."

Also soll Löscher entlassen werden. Es gibt nur ein kleines Problem: Löschers Vertrag läuft noch bis 2017! Also steht Löscher eine kleine Abfindung zu - es sind ja nur über neun Millionen Euronen! Das berichtet jedenfalls der SPIEGEL:

Quelle: SPIEGEL ONLINE Peter Löscher: Chefwechsel kostet Siemens mehr als neun Millionen Euro: Gemäß den Vergütungsregeln der Münchner bekommt ein Vorstand bei einvernehmlichen Ausscheiden zwei Jahresgrundgehälter inklusive Bonus, was sich in Löschers Fall auf 6,7 Millionen Euro summiert. Dazu kommt ein Zuschuss für sein Pensionskonto über gut 2,2 Millionen Euro sowie anteilig der - noch nicht festgelegte - Bonus für das laufende Geschäftsjahr.

Ja, wir haben richtig gelesen: Löscher erhält auch noch Bonuszahlungen! Wofür?

Andererseits behauptet ein Privataktionär, Löscher habe zehn Milliarden vergeigt. Wenn ich jetzt da die Abfindung plus Boni gegenrechne, komme ich auf eine "tolles" Ergebnis:

Für jede "vergeigte" Milliarde erhält Löscher eine Million Euronen als Belohnung resp. Abfindung! Gilt bei Abfindungen gar folgende Regel?

Eine Milliarde vergeigt

eine Million Belohnung!

Das ist doch ein Bombengeschöft - für scheidende Manager! Und wer sind die wirklich Betroffenen, wenn es einem Konzern schlecht geht? Wieder die Heerscharen von Arbeitnehmern! Es gibt wieder Entlassungen. Es muss ja eingespart werden - auf Kosten der Arbeitnehmer. Das Heer der Arbeitslosen muss vergrößert werden! Schließlich dürfen die Jobcenter selbst nicht arbeitslos werden!

Und wie der Bundesrechnungshof feststellen musste, gibt es Fälscher vom DieNst, die die Arbeitslosenstatistiken manipulieren. Die haben sich so sehr an ihre Tätigkeit gewöhnt. Und der Chef der Bundesarbeitsagentur für Arbeit hat sich auch an seinen Standardspruch "Der deutsche Arbeitsmarkt ist stabil!" gewöhnt! Nicht auszumalen, wenn Weise einen neuen Spruch auswendig lernen muss!

Video : Siemens-Chef Peter Löscher muss gehen Beitrag von Sabine Schmalhofer, BR
Veröffentlicht am 27.07.2013 von Helmut Zermin

Die arme Kanzlerin! Sie muss sich wieder an ein neues Gesicht gewöhnen, wenn sie mit einem Schwadron von "Wirtschaftslenkern" an Bord auf Reisen geht ...

Und Peter Löscher selbst? Im Interview stellt er klar: "Ich bin fernab vom Popstar!"

"Ich bin fernab vom Popstar"
Veröffentlicht am 05.03.2013 von handelsblatt

Und vor acht Monaten sprach Löscher von einem guten Gesamtjahr - so schnell ändern sich die Zeiten:

Siemens-Chef Löscher: Das Gesamtjahr war ein sehr gute
Veröffentlicht am 08.11.2012 von DAFChannel

Mein Fazit: Irgendwann platzen auch die größten Dampf- und Wortblasen - sehr zum Schaden der Mitarbeiter - leider!

Achja, im Titel stand ja was vom Stundenlohn von Peter Löscher. Der ist schnell errechnet: Löschers Vertrag gilt bis 2017. Das sind vier volle Jahre. Erhält Löscher zum Abschied zehn Millionen Euronen, dann macht das 2,5 Millionen pro Jahr. Und ein Jahr hat zwölf Monate: Also 208.333,33 Euronen pro Monat! Wiviel Stunden im Monat arbeitet ein Manager wie Löscher? Sagen wir mal 200. Das macht dann 1.041,67 Euronen pro Stunde! Fürs Nichtstun! Denn Bedingung ist, dass Löscher ja nicht mehr für Siemens tätig ist!

Da schimpft Springers BILD immer über die schmarotzenden Langzeitarbeitslosen! Und was ist mit Managern wie Löscher? Halten wir fest:

Künftiger Stundenlohn für Peter Löscher: 1.041,67 €

fürs Nichtstun!
Geringfügig über den Mindestlohn von 8,50 €!

Also erhält Löscher künftig für Null Stunden seine zehn Millionen! Treudoof tippe ich in den Rechner ein: 10 Millionen geteilt durch Null. Der Rechner meldet ERROR! Ach ja, Stundenlohn für eine Null - das ist nicht möglch!

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Kommentare

K
<br /> Was? 5000 Dollar Stundenlohn! Spinnen die alle? Diese Firmen müssen doch wahnsinnig Geld verdienen!<br />
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K
<br /> <br /> Die verdienen Geld wie Heu! Die Materialien, um beispielsweise einen Drucker zu bauen, sind spottbillig geworden. Deshalb werfen sie mit Millionen und Milliarden um sich. Und werfen ihren<br /> scheidenden Managern die Millionen und Milliarden hinterher. Das sind auch Schweigegelder - die Manager sollen nicht verraten, wie sehr die Verbraucher verarscht werden! Nimm Ferdinand Piech -<br /> Chef von VW: Der soll in Österreich so viele Grundstücke besitzen, dass nicht ienmal das Finanzamt es genau weiß! Und dies läuft alles unter dem Schirm einer besonderen Institution. Sea of Money<br /> veröffentlichte dazu einen Song:<br /> <br /> <br /> http://supradan.blogspot.de/<br /> <br /> <br /> Hör mal rein, das Lied ist SPITZE!<br /> <br /> <br /> <br />
S
<br /> Löscher will einen höheren Stundenlohn, er verhandelt zur Zeit:<br /> <br /> <br /> http://www.welt.de/wirtschaft/article118521948/Loescher-verhandelt-ueber-geregelten-Uebergang.html<br />
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K
<br /> <br /> Löscher geht es nur um die Kohle und darum, wieviel er herausschlagen kann! Und dann sucht er sich einen neuen Posten! Und wird einen finden. So geschah es ja mit Leo Apotheker, der war mal bei<br /> SAP, ging dann zu HP und wurde gefeuert wegen Inkompetenz, und sahnte trotzdem ab: <br /> <br /> <br /> http://schamaninkiat.over-blog.de/article-hewlett-packard-und-der-stundenlohn-des-apotheker-85611129.html<br /> <br /> <br /> Ich rechnete damals aus, dass Apotheker auf einen Stundenlohn von über 5.000 Dollar kam, dagegen ist Löschers Stundenlohn richtig mickrig!<br /> <br /> <br /> Da muss Löscher ja noch verhandeln <br /> <br /> <br /> <br />
I
<br /> Mir geht die ganze Zeit eine weitere Rechnung durch den Kopf...<br /> <br /> <br /> Herr Löscher erhält (von verdienen mag ich da nicht reden) pro Monat so viel, wie 387.340 ! Hartz IV - Empfänger<br /> (gerundet auf die 2 letzten Stellen).<br /> <br /> <br /> Dafür erbringt er 0 Stunden Arbeitsleistung, von den Hartz IV - Empfängern werden in der gleichen Zeit 66.622<br /> Arbeitsstunden geleistet.<br /> <br /> <br /> Ich frag mich grad, wer da nun "faul und arbeitsscheu" ist und "den Deutschen" mehr schadet.<br />
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K
<br /> <br /> Sehr gute Rechnung! Da fragen wir uns doch, wer sind die Schmarotzer? Wieso rechnet das Springers Bild nicht mal ihren Lesern vor?! Löscher hat Siemens sehr geschadet: Da stellen die<br /> Windkraftanlagen in die Nordsee und dann erst stellen diese Schlaumeier fest, dass der Strom auch ans Festland gebracht werden muss. Mit normalen Kabeln geht das nicht. Ja, diese Tröpfe mussten<br /> feststellen: Nordseewasser ist salzig! Das frisst herkömmliche Kabel! Unglaublich aber wahr!<br /> <br /> <br /> Oder wie das mit dem Atomsektor, der wurde ja überhastet an die Franzosen verscherbelt. Und das Engagement im Solarbreich! Alles verbrannte Milliarden. <br /> <br /> <br /> Löscher war bei Merck ein kleiner Manager, Cromme zauberte ihn einst aus dem Hut. Zumindest auf dem Gebiet der Labordiagnostik kaufte Löscher nur Mist ein. Wo blieben da seine fachlichen<br /> Erfahrungen? Was er da eingekauft hatte, dass hätte ich nicht einmal mit der Mistgabel angefasst!<br /> <br /> <br /> Und dass Cromme erst Löscher holt und dann eine Kehrtwendung macht und einer der ersten sein will, ihn zu feuern, das steht auf einem anderen Blatt.<br /> <br /> <br /> <br />
K
<br /> Dieser Mann hatte von der Materie keine Ahnung! Leider ist das bei vielen Top Managern so. Würde man die Gehälter dieser Leute auf die Produktionsarbeiter und innovativen Angestellten verteilen,<br /> vielleicht durch Prämien, dann würde Siemens heute ein bedeutender Weltkonzern sein, der unschlagbar wäre. Ich weiß aus eigener Erfahrung, was da für Potenzial verloren geht.<br /> <br /> <br /> Früher hat sich jeder Arbeiter oder Angestellt mit seinem Arbeitgeber identifiziert und Verbesserungen wurden oft vorgeschlagen und umgesetzt. Das bringt dem Arbeitgeber mehr als ein Manager, der<br /> seine Visionen durchsetzt und Arbeitsplätze vernichtet! Dazu noch Abfindungen in Millionenhöhe! Wieviele Arbeitsplätze waren da langwierig gesichert?<br />
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K
<br /> <br /> Genau das ist es! Früher identifizierten sich die Arbeitnehmer mit ihrem "Betrieb". Und umgekehrt: Gute und erfolgreiche Unternehmer halfen auch ihren Arbeitern, wenn sie Probleme hatten.<br /> Erfolgreiche Unternehmer motivierten ihre Belegschaft: da gab es zu Weihnachten Geschenke für die Kinder der Mitarbeiter, da gab es Ferienhäuser, in denen die Mitarbeiter mit ihren Familien<br /> Urlaub machen konnten. Da gab es betriebseigene Sporteinrichtungen und Saunas.<br /> <br /> <br /> Dann kam McKinsey und es kamen die Berater! Sie überredeten die Unternehmer, all das abzuschaffen. Begründung: Das bringe keinen Gewinn, nur Verlust! Der Hintergrund ist ein anderer. Hoch<br /> motivierte Mitarbeiter halten zu ihrem Betrieb - auch in schweren Zeiten. Aber das wollte diese "Elite" aus den USA nicht. Sie wollten die deutschen Firmen "abwickeln", sie als Spielball den<br /> Investoren überlassen!<br /> <br /> <br /> Das Resultat sehen wir heute: Immer mehr demotovierte Mitarbeiter, inkompetente Manager, die oft nicht einmal wissen, was in "ihrem" Unternehmen wo gefertigt wird. Mein Bär erlebte - als er noch<br /> berufstätig war - folgende wahre Geschichte:<br /> <br /> <br /> Da beschlossen Manager, die Produktion und Abfüllung von Haarwaschmitteln in den Elsaß zu verlagern. Grund: Dort werde billiger produziert - sagte McKinsey.<br /> <br /> <br /> Also wurden die Maschinen in Deutschland abgebaut und im Elsaß wieder aufgebaut. Und die deutschen Meister mussten ihre fransöschen Kollegen einweisen. Dann sollte die Produktion beginnen.<br /> <br /> <br /> Die verbot der französische Bürgermeister. Grund: Die Fabrik sei als Seifenfabrik gemeldet. Aber für die Produktion von Shampoo werde viel mehr Wasser benötigt.<br /> <br /> <br /> Also Krisensitzung des deutschen Management. Beschluss: Die Produktion der Shampoos bleibt in Deutschland, aber zur Abfüllung wird die Suppe in riesigen Tanks nach Frankreich gefahren und dort<br /> abgefüllt.<br /> <br /> <br /> Da meldete sich mein Bär zu Wort: Das geht theoretisch im Sommer. Sobald die Temperatur unter sechs Grad fällt, flockt die produzierte Suppe aus. Und wer will schon ein Shampoo kaufen, das<br /> flockig wird?<br /> <br /> <br /> Die Manager glaubten meinem Bären nicht. Er kurz angebunden: Fragt doch die Produktionsmeister. Die gaben meinem Bären recht!<br /> <br /> <br /> Erneute Krisensitzung: Neuer Beschluss: Die Suppe wird in speziell isolierten Tankwagen transportiert. Das wurde jedoch nicht mehr realisiert. Jemand hat die hohen Kosten für solche Tankwagen<br /> durchgerechnet. <br /> <br /> <br /> Also war die Verlagerung eine Schnapsidee. Aber die Manager blieben stur - wie trotzige kleine Kinder. Der Konzern "einigte" sich mit dem Bürgermeister ...<br /> <br /> <br /> Da zeigte sich wieder einmal, dass da Manager und Berater am Werk waren, die über die Details der Produktion überhaupt nicht Bescheid wussten!<br /> <br /> <br /> Mein Bär kam ja durch seine Tätigkeit viel rum, er erlebte immer wieder, dass die neue Generation von Managern ihre Firma nur von Papieren kennt, sie meinen, wenn sie mal im Schweinsgalopp durch<br /> die Fertigungshallen laufen, dann wüssten sie Bescheid.<br /> <br /> <br /> Hier macht sich wieder ein ganz schlimmer Größenwahnsinn breit: Die meinen wirklich, dass sie die Supermanager sind, die über alles Bescheid wissen. Und ihr totale Unkenntnis vernebeln sie mit<br /> dem Neusprech, das sie selbst nicht verstehen!<br /> <br /> <br /> Es ist oft verwunderlich, dass in manchen Firmen überhaupt noch etwas läuft <br /> <br /> <br /> <br />
S
<br /> Gute Idee den Stundenlohn auszurechnen! Dass da keiner von den großen Zeitungen da drauf kommt?!<br />
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K
<br /> <br /> Ich denke, dass da mancher Redakteur auch so eine Idee hat, aber er darf nicht! Da haben mal Journalisten den Stundenlohn von Günther Jauch ausgerechnt und versucht den Artikel zu<br /> veröffentlichen. Da war vielleicht etwas los! Da kamen die Betroffenen gleich mit "Neidiskussion"!<br /> <br /> <br /> <br />

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  • : Blog von Kiat Gorina
  • : Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
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