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24. August 2011 3 24 /08 /August /2011 10:30

nicht nach Irgendwo, sondern von Hamburg nach Zürich - in der Nacht. Da, der Zug war schon kurz vor Freiburg, in Gundelfingen musste dieser Zug angehalten werden! Es brannte! Im Nu war der Wagen mit den Passagieren mit dunklem giftigen Rauch gefüllt. Die Fahrgäste konnten aus dem verqualmten Waggon flüchten.

Ja, die Leute von der Feuerwehr konnten nur mit Atemschutzgeräten in das Innere vordringen. Der Brand wurde gelöscht, zwei Stunden lang war die Strecke gesperrt! Und die Fahrgäste waren froh, dass sie diesen Vorfall glimpflich überlebt hatten.

Wieso ich das schreibe? Nun, ich denke, ein solcher Vorfall aus dem alltäglichen Leben mit der Bahn eignet sich doch, das einmal mit dem geplanten unterirdischen Bahnhof in Stuttgart zu simulieren! Nun sage keiner, solche Vorfälle seien an den Haaren hergeholt. Ist nicht! Gundelfingen beweist das! 

Ich stelle mir vor, dass ein Waggon im Bahnhof zu brennen anfängt. Alle Gleise sind voll belegt. Die haben ja gar keine Möglichkeit, diesen Zug abzuschleppen. Im Nu breitet sich das Feuer auf andere Waggons aus. Die Menschen stürzen aus den Waggons, es ist viel zu wenig Platz für die in Panik geratenen Passagiere eingeplant - aus Kostengründen!

Was sich dann unter der Erde abspielen wird, das wird schrecklich sein! Wieso wurden bei dem sogenannten Stresstest solche Vorfälle nicht simuliert und mit dem oberirdischen Kopfbahnhof verglichen? Weil die Verantwortlichen genau wissen, dass so etwas nie passieren darf. Sie wissen, es kann passieren. Und die Erfahrung hat gezeigt: Was passieren kann, das wird auch passieren.

Wie die Atommanager können jetzt auch die Bahnmanager vom "Restrisiko" schwafeln - Restrisiko, ist das ein Trost für die Millionen Japaner, die wegen des mehrfachen GAU von diesem Restrisiko betroffen sind? Wohl kaum. Und was ist von Bahnmanagern zu halten, die dieses Restrisiko in Kauf nehmen, nur um das Geschäft ihres Lebens zu machen, ein Riesenarsenal wird von den Gleisen befreit und als Immobilie verkauft - mit großen Gewinnen!

Sind dann diese Gewinne nicht mit Blut erkauft? Mit dem Blut derer, die Opfer werden einer unterirdischen Katastrophe? Da mokieren sich Menschen von Heute über die Alten, die sogar Menschen opferten - ihrem Gott oder ihren Göttern! Und was machen die Manager von heute? Auch sie beten einen Gott an, den Gott des schnellen Profits. Und das Opfer heißt dann verniedlichend RESTRISIKO!

Quelle: swr.de Brand in Nachtzug

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Kommentare

D

Liebe Kiat

Ich auch nicht. Das war mal wieder zu erwarten.

Feinen Samstag
Deine Deva


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K


Liebe Deva, ich wünsche dir auch ein schönes Wochenende! Liebe Grüße, Kiat



M

@ morrigan : den grinsekefer dafür pro stunde 6 euro geben ? Nö 2 euro ! ^^

@ kiat : bin heute mal wieder sehr lieb stimmts ? ^^


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K


Liebe Flora, hast du eigentlich eine Antwort erhalten auf deinen Offenen Brief an Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel?



D

hihi...gute Idee Kiat.
Mei, sind wir böse.
Aber das muss auch mal raus. Man hat zuviel aufgestaut.

Hab einen wunderbaren Abend Kiat.
Hoffe bei Euch hats Wetter nicht zu arg gewütet

Deine Deva


Antworten
K


Liebe Deva,


du hast recht, die Wut muss sich enfalten- wenigstens verbal 


Liebe Grüße, Kiat



D

Liebe Kiat

Ich hätte da auch so manche Phantasie.
Mir würde es genügen, wenn man sie verdammen würde,
ein Leben lang mit dieser Bahn fahren zu müssen.
Kein Auto, kein Moped, nein, nicht einmal ein Fahrrad
dürften sie benutzen. Bahn lebenslang...hihi
In der allergrößten Hitze, gespickt mit allen Pannen die es gibt.

Liebe Grüße und einen feinen Donnerstag
Deine Deva


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K


Liebe Deva,


das ist ein guter Gedanke. Ich stelle mir den Grinsekäfer vor, wenn er in den Waggons mit ausgefallener Kühlung kurz vorm Hitzetod steht oder als Rollstuhlfahrer auf die Hilfe anderer angewiesen
ist. 


Liebe Grüße, Kiat


 



M

Ist bestimmt angenehm für die Leute, die an diesem ausgebrannten Zug vorbeifahren und eine längere Reise vor sich haben. Da kann einem schon ganz anders werden selbst ohne Tiefbahnhof. Ich erinnere
mich an mehrere Vorfälle in den letzten Monaten, die in einem Tiefbahnhof nicht gut ausgegangen wären. Restrisiko? Herr Kefer, der so menschenverachtend meinte, diejenigen, die nicht laufen
könnten, müssten von den anderen Passagieren in solchen Fällen aus dem Bahnhof hochgetragen werden, sollte dort unten im Fall der S21-Fertigstellung genau dafür schon mal vorsorglich
dauerangestellt werden. In wechselnden Dreierschichten für 6 Euro die Stunde versteht sich.


Antworten
K


Hier zeigt sich, wie menschenverachtend solche Manager denken und handeln. Denen wünsche ich, dass sie einmal in einer derartigen Notlage stecken und dass dann die Passanten ihr Heil in der
Flucht suchen und ein solcher Manager sich die Kehle herausschreien kann, bis er ohnmächtig wird vor Schmerzen. Solche Menschen sind keine Menschen, das sind Unmenschen! Und als solche wollen sie
ansceinend behandelt werden.



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  • : Blog von Kiat Gorina
  • : Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
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