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5. August 2011 5 05 /08 /August /2011 23:53

Erinnern wir uns, da schrieb ich einen Artikel über die Atomruinen in Fukushima - da wurden Strahlungswerte von zehn Sievert pro Stunde gemessen! Ja, und heute las ich in den Nürnberger Nachrichten eine kleine Meldung, die von dpa übernimmen wurde:

Ich zitiere: "Die Strahlung rund um die japanische Atomruine Fukushima ist wohl weit höher als die am Montag veröffentlichten zehn Sievert. Anlagenbetreiber Tepco gab zu, die Skala des benutzten Messgerätes habe nicht ausgereicht."

Ich fasse es nicht! Ja, wie kommt dann Tepco zu zehn Sievert? Sind den Angaben von Tepco überhaupt zu trauen? Oder sagen sich die Verantwortlichen, es ist sowieso alles zu spät, ob fünf oder zehn Sievert oder mehr, sterben müssen sie alle!

Was mich bedenklich stimmt, ist, dass Journalisten solche Meldungen nicht genau überprüfen. Zum Beispiel eine Recherche darüber, welche Messgeräte es gibt, welchen Messbereich sie haben, wie empfindlich diese Geräte sind und wie genau?

Auch die Redaktion der ZEIT ist auf die zehn Sievert reingefallen, nachzulesen im Artikel "Erneut tödliche Strahlenwerte in Fukushima gemessen". Ansonsten ist dieser Artikel sehr lesenswert, vor allem, wann radioaktive Strahlungen absolut tödlich sind!

In einem Video ertönt das Lied:

"Es strahlt die Familie Becquerel. In Windeseile reist sie um die Welt. Die Menschen fürchten sich vor Becquerelś, denn wer sie trifft, der wird gequält.... Tante Cäsium und Onkel Plutonium bringen Unheil und so manchen um.. Bruder Strontium und Schwester Jod reissen viele Menschen in den Tod..."

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Kommentare

Deva 08/08/2011 12:16


Ist das Lied nicht von Konstantin Wecker?
Ich meine seine vertraute Stimme zu erkennen ;-)
Ja die Fabel ist sehr lehrreich. Es nützt nichts,
jemandem einfach nur etwas nachzumachen,
sondern man sollte tief innen einsehen, was verkehrt war.
Da hilft es auch nichts asketisch zu leben. Ich glaube
auch nicht, daß Gott das will. Welcher Vater sieht es
gerne, daß seine Kinder sich wegen ihm kasteien?
Ich halte "Gott" für eine Wesenheit die durch und durch
aus Liebe und Licht besteht.
Ja und wenn man sich mal Sendung über das Weltall
ansieht, dann merkt man erst, daß wir noch kleiner sind
im Verhältnis zu der Weite, als Mikroben für unsereins.
Und sich zu wichtig zu nehmen, kann man sich da, wenn
man sich solche Bilder mal richtig tief reinzieht, sofort
abgewöhnen. ;-)


Kiat Gorina 08/08/2011 13:48



Eine gewisse Ähnlichkeit ist vorhanden, ob das wirklich Wecker singt, weiß ich nicht. Du sagst es, wir Menschen sind angesichts des Universums sehr, sehr klein. Aber wir nehmen uns so etwas von
wichtig! Etwas mehr Bescheidenheit wäre angebracht!



lara 08/07/2011 23:47


Dieses lied lässt mich erschaudern da läuft es mir eiskalt den rücken runter


Kiat Gorina 08/08/2011 00:16



Mir auch! Und das liegt nicht nur an der Stimme 



reiner 08/07/2011 10:29


eine sehr schöne geschichte! macht direkt mut


Kiat Gorina 08/07/2011 13:43



Ja, der Buddhismus ist reich an solchen Geschichten. Eine uralte Erfahrung der Menschheit: Mit Geschichten kann viel Abstraktes rübergebracht werden.



Deva 08/07/2011 08:53


hihi Kiat, Du machst mir gerade den Mund wässrig.
Ich bin schon so gespannt auf Dein Buch.
Es ist sehr tröstlich zu wissen, daß es woanders
eine Gerechtigkeit gibt. Daran glaube ich seit
meiner Kindheit, obwohl ich auch Dinge erlebt habe,
die mich eigentlich an allem zweifeln lassen sollten.
Ist aber nicht so, weil ich spüre, daß es mehr gibt, als
diese verschrobene Menschheit... ;-)
Ich glaube auch, daß in der nächsten Zeit diese Thema
Strahlung aus Fukushima auf alle Fälle wieder aufgerissen
wird. Irgendein Reporter kann bestimmt den Mund nicht halten,
was ich in diesem Falle natürlich super finde.
Auf ewig kann man so etwas nicht unter den Teppich kehren.

Liebe Grüße auch an Tonja
Deine Deva


Kiat Gorina 08/07/2011 09:46



Liebe Deva, ich sage mir immer, die öberen "Instanzen" denken in anderen Dimensionen als wir Menschen. Und meine Erfahrung ist, dass es im Universum gerecht zu geht. Allerdings nehmen wir
Menschen uns oft zu wichtig und definieren Gerechtigkeit aus unserer beschränkten Sicht. Aber eines stimmt, wer in seinem Leben andere Menschen beleidigt oder gar geschädigt hat, wird bestraft
werden. Wenn nicht in diesem seinen Leben, dann in einem seiner nächsten Leben. Und wer bereut, dem wird vergeben und er erhält eine neue Chance! Dazu fällt mir eine buddhistische Fabel ein:


Ein Mörder erkennt, welch ein schlechtes Leben er führt hat, klettert auf einen Felsen und mit dem Schrei "Ach ich schlechter Mensch!" stürzt er sich in die Tiefe. Da kommen Engel und tragen ihn
direkt ins Paradies.


Das sah ein uralter asketisch lebender Einsiedler und er dachte: Wenn das mit dem Paradies so einfach ist, dann mache ich das auch!


Auch er klettert auf den Felsen und mit den Worten "Gleich werde ich im Paradies sein, ich habe ja mein Leben lang keine Frau berührt!" stürzt er sich in die Tiefe. Diesmal kommen keine Engel,
die Erde öffnet ihren Schlund und er fällt direkt in die Hölle.



Tonia. 08/06/2011 21:39


ich finde das immer noch total schlimm ... warum macht denn niemand was, sie können die menschen doch nicht alle dort streben lassen, als wäre es sowieso schon zu spät...


Kiat Gorina 08/06/2011 22:34



Liebe Tonia,


ja, das frage ich mich auch, wieso hilft niemanden diesen Menschen? Du hast dir selbst die Anwort gegeben, die Atommanager wissen, dass viele dieser Menschen in den nächsten Jahren sterben
werden, manche früher, manche später, Manche werden alt werden. Wie das Schwein in Hagasaki.


Da gab es ein Schwein, das lebte im Zentrum, wo die Atombombe über Nagasake gezündet wurde. Und viele Menschen waren sofort tot, aber dieses eine Schwein überlebte. Keiner weiß bis heute nicht
warum? Eben Shwein gehabt 


In meinem Buch lasse ich auch einen alten Schamanen erzählen, er überlebte auch einen Atombombenversuch in der Wüste Gobi, die meisten seiner Sippe starben, der Rest jagte ihn fort, weil er
keinen Zauber gemacht hatte gegen den Atompilz. Dieser alte Schamane wurde einer meiner Lehrer. Er hat mir viel beigebracht. 


Später als ich in die Lubjanka geworfen und einer Gehirnwäsche unterzogen wurde, da hatte ich eine Vision: dieser alte Schamane war wiedergeboren worden und war dann Schüler eines uralten
buddhistischen Mönches, der mich eine ganzen Sommer lang unterrichtete - mich ganz allein. Erst viel später sollte ich erfahren, dass dieser Buddhist ein großer Meister war/ist.



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  • : Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
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