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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Weißer Ring und HH

Eine Internet-Freundin meinte, der Weiße Ring werde sich bestimmt für die Gewaltverherrlichung im Roman von HH interessieren.

Ich habe an den Weißen Ring geschrieben, und bis heute keine Antwort erhalten. Ja, nicht einmal eine Bestätigung, dass meine Nachricht eingegangen sei.

Dabei bezeichnet sich der Weiße Ring als "Gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten e. V."

Ich war der Meinung, die geschilderten perversen Straftaten seien es wert, dagegen vorzugehen. Schließlich besteht ja die Gefahr von Nachahmetätern. Aber das interessiert wohl niemand ...
 
 
  
(C) Copyright 2004-2010 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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M
<br /> Hallo Kiat,<br /> <br /> und geht es dir auch so, dass du im Nachhinein psychisch mehr darunter leidest, wie dir selbsternannte Hilfsorganisationen gegenüber treten, als unter dem eigentlichen Verbrechen was dir angetan<br /> wurde ? Bei mir war und ist es auf jedenfall so. Auch während ich diese Zeilen schreibe, kommt das alles wieder hoch, und jedes Mal, wenn ich darüber rede. Beim weissen Ring wurde mir zusätzlich<br /> noch ein Psychologe empfehlon (zufällig ein Bekannter meiner Sachbearbeiterin). Ich war auch gewillt diesen aufzusuchen, aber zuvor musste ja eh noch die Sache mit der Krankenversicherung geklärt<br /> werden. Der Ärger mit der Mahnung der Stadt und die Ausseinandersetzung mit dem Weissen Ring kamen dem aber zuvor, und das zog sich über einige Tage hin. Und als ich den letzten Termin beim Weissen<br /> Ring hatte, hab ich den an den Kopf geknallt, dass ich doch auf den Psychater verzichte, weil das Theater mit den Bürokraten mir weit mehr zusetzt, als mein Überfall. Da geht man dann wirklich in<br /> der Hoffnung hin, dass einem wenigstens zugehört wird, und kriegt dann so einen üblen Arschtritt. Mit Geld allein ist den Opfern eben nicht immer geholfen. Aber man hat deutlich die Überheblichkeit<br /> wegen des Geldes gespürt, und dass sie glaubten, dass ich als Opfer jetzt von ihrer Gnädigkeit abhängig sein müsse. Was sind das für Menschen ? In meinen Augen sind die schlimmer als Räuber und<br /> Schläger.<br /> <br /> <br />
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K
<br /> Lieber Martin,<br /> <br /> ich habe das "aufgearbeitet" und niedergeschrieben, es wird im dritten Band meiner Trilogie in mehreren Bänden erscheinen. Der erste Band ist bereits veröffentlicht, da erzähle ich von meinem Leben<br /> in der Mongolei, da bin ich ja aufgewachsen.<br /> <br /> Wer Schlimmes erlebt hat, muss darüber reden, alles in sich hineinfressen, das bringt nichts. Bei mir persönlich kommt noch hinzu, dass ich Schamanin bin, eine echte, nicht so eine, die ein Buch<br /> gelesen hat und sich dann einbildet, eine Schamanin zu sein, ohne zu wissen, was das ist.<br /> <br /> Und dann gibt es noch eine Prophezeiung: Von jedem Menschen, der mir wissentlich schadet oder geschadet hat, wird das Glück weichen. Diese Prophezeiung hat sich bisher stets erfüllt.<br /> Diese Prophezeiung habe ich auch im ersten Band beschrieben. <br /> <br /> Für die Täter bei dem genannten Überfall auch: einer erkrankte nach der Tat an Krebs und starb bald. Zwei andere hatten einen Unfall und sind seitdem behindert. Solche Vorfälle sind schon<br /> tröstlich. Zeigen sie doch, dass es höhere Instanzen gibt, die einschreiten ...<br /> <br /> Ich wünsche dir, dass auch in deinem Fall dir Gerechtigkeit widerfährt, nicht durch Menschen, sondern durch andere Instanzen.<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />
M
<br /> Hallo,<br /> <br /> zum Weissen Ring möchte ich gern mal meine Erfahrung mit teilen.<br /> Vor etwas über einem Jahr wurde ich Opfer eines brutalen Raubüberfalls mit den Folgen von schweren Körperverletzungen. Rein zufällig habe ich ein paar Wochen später, als ich wieder in der Lage war<br /> einen neuen Ausweis zu beantragen, beim entsprechenden Amt eine Broschüre des Weissen Rings gefunden, und mich daraufhin mit denen in Verbindung gesetzt.<br /> Mein Hauptproblem war, dass ich zur Zeit des Überfalls nicht krankenversichert war, und inzwischen eine Rechung vom städtischen Krankentransport zu mir ins Haus flatterte. Die Geldforderung wurde<br /> in der Rechnung kompromisslos gestellt, ohne auf eine Möglichkeit hinzuweisen, wie man verfahren soll, im Falle von Nichtzahlungsfähigkeit. Mein Anliegen an den weissen Ring war jetzt, dass die<br /> Experten mit dort helfen können, mich selbst nicht auf Diskussionen und Ärger mit der Stadt einzulassen. Ich habe von Anfang an klar gemacht, dass ich mich nicht um das Bezahlen der Rechung drücken<br /> will. Ich dachte da eher an sowas, wie die Vereinbarung einer Ratenzahlung. Ob ich das Wort Ratenzahlung im Telefonat und in den Gesprächen mit dem Weissen Ring erwähnte, weiss ich nicht mehr. Ich<br /> glaube, dass ich das angesprochen habe, kann es aber nicht mit Gewissheit sagen.<br /> <br /> Ich bekam darauf hin einen Termin beim Weissen Ring, und dort musste ich erst mal den Tathergang schildern und meine Finanzen offen legen.<br /> So weit ok. Aber was dann folgte, war im Prinzip nichts anderes, als dass ich mir Vorwürfe anhören musste, weil ich zu der Zeit nicht versichert gewesen bin.<br /> Das hatte bestimmte Gründe, auf die ich hier jetzt nicht näher eingehen möchte. Auch wurden mit Vorschriften gemacht, wie ich grundsätzlich mein Leben zu führen hätte.<br /> Der Weisse Ring hat für mich einen Termin mit dem Arbeitsamt gemacht, wo das mit der Krankenversicherung geklärt werden sollte. Dagegen hatte ich auch nichts einzuwenden.<br /> <br /> Das Problem ist nur, dass der Ring ansonsten gar nichts gemacht hat. Ich wurde ständig damit unter Druck gesetzt, mich doch endlich um diese Angelegenheit zu kümmern.<br /> Mein Hauptproblem bestand aber nach wie vor, nämlich, dass die Stadt Bochum ihre Rechnung bezahlt haben wollte. Im naiven Glauben, dass sich der Weisse Ring jetzt<br /> als eine Art Schlichter zwischen mich und die Stadt stellt, ging ich davon aus, dass in den nächsten Tagen oder Wochen ein Einigungsvorschlag der Bezahlung ins Haus flattern wird.<br /> <br /> Stattdessen kam aber eine Mahnung der Stadt, wegen der nicht bezahlten Rechnung.<br /> Völlig empört habe ich darauf hin beim Weissen Ring angerufen, und denen mit geteilt, warum sich niemand um mein Anliegen gekümmert hätte.<br /> Dort fiel man aus allen Wolken, und war wiederum über meine Empörung empört, was ich überhaupt die Frechheit hätte, so dreiste Forderungen zu stellen.<br /> Ich musste mir dann anhören, dass ich das Problem mit der Stadt gefälligst selbst zu klären hätte, und sowieso erst mal die Rechnung bezahlen müsste.<br /> Das mag rechtlich vielleicht korrekt sein, nur frag ich mich dann, was ich überhaupt beim Weissen Ring sollte ?<br /> Ich habe mein Anliegen klar und deutlich und mindestens 2 oder 3 mal in unmissverständlichen Worten vorgetragen.<br /> <br /> Vom Weissen Ring ist eine Zahlung einer Geldsumme genehmigt worden, die einzig dazu diente, meine materiellen Verluste durch den Überfall zu entschädigen.<br /> Dass ich im Endeffekt nichts davon hatte, weil die Summe komplett an die Stadt ging, ist die eine Sache. Schade zwar, aber ich habe auch niemals nur einen Cent vom Weissen Ring verlangt.<br /> Ich bin nie davon ausgegangen, dass ich Geld von denen kriegen sollte, und ich wusste bis zur Auszahlung der Summe auch gar nichts davon.<br /> Ich hätte die Stadt selber bezahlt, nur konnte ich das eben nicht sofort auf einen Schlag.<br /> <br /> Der weisse Ring hat mir dann vorgeworfen, dass ich das nicht mit der Stadt geklärt habe, weil man doch gefälligst zu wissen habe, wie man sowas regelt.<br /> Ich wusste es aber nicht. Diesbezüglich kann man mich vielleicht auch als dumm bezeichnen, die Sache ist aber die, dass der Weisse Ring genau das von Anfang an wusste.<br /> Am Ende hab ICH mich wie der Verbrecher und Schmarotzer gefühlt, der auch noch die Dreistitkeit hat, sich zu beschweren.<br /> <br /> Schade, dass ich vom weissen Ring erst erfahren habe, nachdem die Blessuren schon verheilt waren. Wär ich mal blutüberströmt, mit Krücken, Kratzern und angeschwollenem Gesicht hingegangen.<br /> <br /> Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit<br /> Gruß, Martin<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> Lieber Martin,<br /> <br /> das ist wieder so eine Geschichte in diesem angeblich so reichen und gerechten  Land. Und der Weiße Ring ist für mich ein Verein und betreibt wie viele andere Vereine Vereinsmeierei.<br /> Im Prinzip geht es denen primär um Spenden und zahlende Mitglieder.<br /> <br /> Ich bin mal in einem Reitstall brutal zusammengeschlagen worden, da habe ich mich auch an den Weißen Ring gewandt, ich hätte das auch bleiben lassen können. Grund des Überfalls war, dass ein<br /> Reitmädchen in meinem Rucksack gewühlt und meinen Behindertenausweis gefunden hatte. Wegen meines Diabetes. Mit dem Ausweis lief sie zum Vorsitzenden des Reitvereines. Dieser Vorsitzende war zum<br /> damaligen Zeitpunkt leitender Angestellter bei der AOK. Ich wurde dann von mehreren überfallen, die haben dabei noch gebrüllt: "Behinderte wie du sind bei Hitler vergast worden!"<br /> <br /> Diesem Vorfall habe ich im Band III meiner Trilogie in vielen Bänden  mehrere Kapitel gewidmet, unter anderem auch<br /> das seltsame Verhalten der Ermittlungsbehörden ...<br /> <br /> Zornige Grüße, Kiat <br /> <br /> <br />
S
<br /> Hallo, liebe Kiat ...<br /> <br /> Du schriebst:<br /> <br /> „ ... Die Gewaltspirale dreht sich immer schneller! Wir alle müssen etwas dagegen unternehmen. Was? Nun, wir können diese "Unterhaltungsprodukte" boykottieren. Die "Produzenten" müssen einfach auf<br /> ihrem Schund sitzen bleiben!“<br /> <br /> Stimmt. Ein guter Vorschlag! Boykott ist auf alle Fälle ein wirkungsvoller und machtvoller Weg! Vielleicht der einzig Wahre überhaupt. Leider erst dann, wenn es viele Nutzer, Zuschauer und Leser<br /> begriffen haben. Wenn ihnen klar wird, auf welche Weise sie ganz bewusst oder unbewusst manipuliert werden. Wenn sie erkennen, wie sie wirkungsvoll darauf reagieren können und müssen. Diese sind es<br /> aber nicht, bei denen der ganze Schund, im Zusammenhang mit den immer härter werden sozialen Bedingungen, im bereits getrübten oder schon leeren Gehirnkasten Wirkung zeigt. Sie sind es nicht, bei<br /> denen nach und nach die Grenzen zwischen Fiktion in Realität verschwimmen. Sie sind es nicht, bei denen sich Verantwortungsbewusstsein, Achtung und gesundes Unrechtsbewusstsein in<br /> Rücksichtslosigkeit umkehrt und parallel dazu die Hemmschwelle immer weiter absinken lässt. Doch genau diese „Opfer“ der Medien werden den „geistigen Dünnschiss“ weiter verkonsumieren. Darin liegt<br /> die Gefahr. Darin liegt die Schwierigkeit, etwas dagegen zu unternehmen ...<br /> <br /> Viele unserer Mitmenschen müssen tatsächlich zu erst einmal „geweckt“ werden. Ich habe den Eindruck, dass ein Großteil von ihnen momentan noch zu kritiklos und zu gleichgültig damit umgeht, oder<br /> nicht begriffen hat, was da auf uns zurollt ... Ein Schlagwort lautet: „Wehret den Anfängen!“ Aber dieser Zug ist wohl bereits aus dem Bahnhof gerollt. Jetzt hilft eigentlich nur noch Aufklärung<br /> sowie Martinshorn und Warnblinkanlage einschalten, um der breiten Masse die Augen zu öffnen und aktive Bewegung in die Sache zu bekommen. Auch wenn es ein langer, schwieriger Weg ist. Dennoch<br /> sollten wir nicht aufgeben und unsere kritische Stimme permanent dagegen erheben. So, wie Du es hier in Deinem Blog jeden Tag neu vormachst. So, wie Du es eindrucksvoll mit Deinem Buch unter Beweis<br /> stellst, dass selbst eine schwierige Kindheit mit vielen Gefahren, Ungerechtigkeiten und schlimmen Erfahrungen keinen schlechten Menschen hervorbringt. Im Gegenteil! Du hast bewiesen, dass man<br /> vielleicht gerade aus solchen schlimmen Erfahrungen immer wieder Kraft schöpfen kann. Wer Dein Buch gelesen hat, weiß es. So ist es für mich auch der beste Gegenbeweis dafür, dass spannende Bücher<br /> nicht vor Gewalt strotzen müssen, um wirklich gut zu sein! Kiat, ich bewundere Dich dafür! Du hast meine absolute Hochachtung für diese Arbeit! Irgendwann fällt auch das scheinbar unbedeutendste<br /> Samenkorn auf fruchtbare Erde ... und sei dieses Fleckchen auch noch so karg, unwegsam oder klein ... Es ist der Anfang von etwas Neuen und Guten!<br /> <br /> Viele Grüße von<br /> <br /> Sat Bastet<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> Liebe Sat Bastet,<br /> <br /> das hast du sehr analytisch geschrieben! Ich stimme dir voll zu! ICh denke, wenn wir in unserem persönlichen Umfeld tagtäglich unsere Mitmenschen informieren und auf<br /> die Missstände hinweisen, werden auch andere nachdenklich und wachen auf. Nur nicht aufgeben! Wir alle schaffen es! Miteinander!<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat <br /> <br /> <br />
F
<br /> :-/<br /> <br /> <br />
Antworten
F
<br /> stimmt. Das sollte man aber mal denen sagen.<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> Liebe Flora,<br /> <br /> nützt nichts! Die haben auch Angst vor dem  Gro0kapital, auch wenn es Bonnier heißt!<br /> <br /> Nachdenkliche Grüße, Kiat <br /> <br /> <br />