Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Da gibt es eine Wirtschaftsunion - die hat sich das Ziel gesetzt, die notleidende Wirtschaft anzukurbeln. Die Ankurbler machen das nicht aus Jux und Dollerei - nein - sie machen das deshalb, damit ihr Abgeordnetensitz im Parlament für sie warm gehalten wird.
Je besser die Wirtschaft läuft, desto besser für das Eukraten-Parlament. Dann können die Mitgliederländer mehr Geld in die Eukratenzentrale überweisen. Ist doch klar! Also grübeln die Eukraten, wie sie die Wirtschaft in den Ländern ankurbeln können.
Ja, sie haben es mit den Energiesparlampen versucht - nur stellte sich heraus, dass viele dieser Lampen gesundheitschädliche Stoffe freisetzen. Aber was macht das schon? Wir sind eine Wirtschaftsunion, keine Gesundheitsunion. Also bleibt es bei den teuren Energiesparlampen, basta!
Dann kam ein neuer Anlauf - der Biosprit E10. Das war ja ein richtiger Rohrkrepierer. Die Mineralölkonzerne haben dann mal zu Ostern versuchsweise den Preis für einen Liter auf den maximalen Betrag eingestellt: 9,99 Euro. Mehr passt nicht in die Anzeige. Das gab vielleicht einen Protest! Da bekamen die Mineralölkonzerne es mit der Angst zu tun: Jetzt sind wir zu weit gegangen!
Also muss eine neue Idee her! Einer wurde fündig - der EU-Umweltkommissar Janez Potocnik aus Slowenien! Die VerbraucherInnen verbrauchen zuviel Wasser! Das ist die Lösung! Und warum verbrauchen sie zuviel Wasser? Weil sie den Wasserhahn zu weit aufdrehen? Nein! Weil der Durchmesser der Wasserleitungen in den Haushalten zu groß ist. Die Lösung: Im gesamten EUkratenland müssen die Wasserleitungen und die Wasserhähne ausgetauscht werden - mit viel kleinerem Durchmesser! Da jubeln schon die Installateure und reiben sich die Hände - das wird ein Bombengeschäft!
Aber nicht alle jubeln - die Wasserversorger. Weil das Wasser sowieso so teuer ist, sparen immer mehr mit dem Wasser. Das schafft aber Probleme: In den Leitungen fließt zu wenig Wasser, da setzt sich Dreck an. Wo Dreck ist, gibt es auch Bakterien. Folge: Die Wasserversorger müssen mit frischem Trinkwasser spülen - das EUkratenland verlegt immer öfter seine Zentrale nach Schilda!
Ja, wenn diese EUkraten so weiter machen, werden die Menschen in den EUkratenländern bald böse und jagen diese EUkraten dahin, wo sie hingehören: ins Endlager für überflüssige EUkraten!
Informationen: WELT ONLINE - EU will sparsamere Wasserhähne vorschreiben
Schaut euch an, was Hans Magnus Enzenberger zu dieser EU meint. Er vergleicht die EUkraten mit Autisten - was die EU-BürgerInnen meinen und wollen, das interessiert die EUkraten. Autisten! Das trifft es!