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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Gespensterhaus?

Heute rief mich eine alte Freundin an, die lange Zeit im Ausland gelebt hatte. Sie erzählte, dass sie sich ein Haus angesehen hat, das sie mieten wollte. Ein uraltes Bauernhaus. Mit ganz dicken Mauern. Bei Feuchtwangen. Ich fragte: "Doch nicht in Mögersbronn? Womöglich das Gelbe?"

"Woher weißt Du das denn?" fragte sie, etwas entgeistert. Da erzählte ich ihr, dass ich in diesem Haus vier Jahre gelebt habe. Später erfuhr ich, dass es da spuken sollte. Vor mir hat da eine Ärztin gewohnt, die fragte mich mal, wo wir dort schliefen. "Na oben doch, da gibt es ziemlich große Zimmer." Sie erschrak: "In den ersten Stock habe ich mich nicht hochgetraut, da spukt es doch!"

Naja, am Anfang war es schon etwas komisch: Die ersten Nächte war ich allein im Haus, weil mein Bär auf Dienstreise war. Dass dauernd Türen klappten und das Licht an- und ausging, nun ja, das war halt ein altes Haus.

Aber in der ersten Nacht kam richtig Leben in die Bude: Ich hörte viele Stimmen und Schritte auf einer anscheinend endlos langen Treppe. "Ich hab doch kein Wirtshaus", dachte ich und stolperte verschlafen zur Haustür. Nichts zu sehen, die ganze Dorfstraße war leer.

Ich rief meinen Bären im Hotel in Dülken an: "Du, jetzt fang ich an zu spinnen, ich hör schon Leute reden und Schritte auf der Treppe. Nur so eine lange haben wir nicht." Er: "Ich hör doch die Leute im Hintergrund, wo bist Du denn?" Ich: "In der großen Küche." Er: "Hört sich an wie im Wirtshaus."

Also was tun? Ich hatte ein kleines Keyboard dabei, und darauf fing ich an zu spielen. Offenbar so schräg, dass es den "Stimmen" zuviel wurde. Endlich Ruhe. Ich schlief weiter.

Als wir den Umzug hinter uns hatten und friedlich schliefen, da plötzlich ein "Tock, tock!". Etwas hatte auf mein Nachtkästchen geklopft, mein Bär wurde wach und fragte: "Was soll das? Warum klopfst Du?" Ich: "Ich hab doch gar nicht geklopft!" Da machte es wieder "Tock, tock!"

Da sagte mein Bär: "Hört mal, wer ihr auch seid, wir wollen jetzt schlafen. Also lasst uns in Ruhe!" Das half, wir hatten seitdem Ruhe. Erst als wir nach vier Jahren mit dem Auszug begannen, da ging das wieder los. Das Haus stand dann einige Monate leer, ein älteres Paar zog ein, der Mann starb dann wenige Monate später in diesem Haus.

Meine Freundin erschrak: "Ich glaube, dieses Haus ist nichts für mich!" Ich war anderer Meinung: "Och, uns hat dieses Haus eigentlich gefallen, wir wollten es sogar kaufen, aber der Bauer wollte nicht verkaufen. Also suchten wir uns was anderes."

Dann wollte ich ihr noch mehr von diesem Haus erzählen, aber da ging das Kundentelefon und ich beendete das Gespräch.


(C) Copyright 2004-2008 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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L
wunderbar mal auch von leuten zu hören bzw. zu lesen, die auch einen so normalen umgang pflegen. <br /> ich habe auch die erfahrung gemacht, wenn man da ganz normal reagiert und z.b. auch sagt, was einem nicht passt, dann beruhigen sich solche sachen sehr schnell.<br /> man kann mit mitbewohnern sehr gut zurecht kommen.<br /> leider ist diese pragmatische art etwas, was viele nicht glauben und die führen dann allerhand firlefanz auf.<br /> dabei ist es eher selten, jemanden im haus zu haben, der wirklich stunk sucht.<br /> das hab ich allerdings auch einmal erlebt. *gg*
Antworten
K
<br /> Liebe Lucia,<br /> <br /> ja, wer bei solchen Phänomenen Angst hat, zieht Angstgefühle an und es gibt einen Kreislauf. Ich bin solchen Phänomenen offen, leider gibt es Menschen, die Spuk und Geister kategorisch ablehnen.<br /> Ich frage mich immer weshalb.<br /> <br /> Sogar die christliche Kirchen beten im Nicänischen Glaubensbekenntnis, dass Gott der Schöpfer der sichtbaren und unsichtbaren Welt(en) ist. Also gibt es auch für die Kirchen neben dem Begreifbarem<br /> auch unbegreifbares.<br /> <br /> Mit dem "Firlefanz", das habe ich auch schon am Rande erlebt: wenn da Menschen nicht schlafen können, holen sie sich Rat ins Haus, da werden dann Seelen gefunden, die ins Licht geführt werden<br /> müssen. Und wenn das nichts hilft, werden immer mehr Seelen gefunden, einmal waren es ganze Heerscharen ...<br /> <br /> Mich erinnert das an einige Schamanen in der Steppe, wenn die nicht weiter wussten, haben sie Sprüche auf Zettel geschrieben, die mussten die Kranken dann runterschlucken. Wenn das nichts half,<br /> waren eben die Dämonen stärker als der Schamane ...<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />